Die Höhle der Löwen

Teil 5: Die Vorbereitung auf die Ausstrahlung

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Nachdem die Beteiligung erfolgreich abgeschlossen war, konnten mein Team und ich uns endlich voll und ganz auf die Ausstrahlung vorbereiten. Wegen des bevorstehenden Oktoberfests, unsere absolute Hochsaison, hatten wir gehofft, so früh wie möglich ausgestrahlt zu werden: Bei ca. 9 Folgen, die ab August wöchentlich laufen würden, war das ein wirkliches Lotteriespiel. Doch tatsächlich war auch diesmal das Glück auf unserer Seite: Ich bekam die erfreuliche Nachricht vom Sender, dass der LIMBERRY-Pitch schon am 23. August – das heißt gleich in der ersten Sendung – gezeigt werden würde.

Gib uns Raum!

Vorher gab es natürlich noch einiges zu tun und so hatte meine To-Do-Liste eine ansehnliche Länge vorzuweisen: Von Lager mit Dirndl und Dirndlblusen auffüllen bis Server aufrüsten war alles dabei. Zudem platzten wir in unserem alten Büro aus allen Nähten- es war dringend nötig, neue, große Arbeitsräume zu beziehen. Ein Büro in Hamburg zu finden, das gehört nun wirklich nicht zu den Aufgaben, die sich schnell und einfach erledigen lassen. Also begann ich damit zuerst.

Ich denke, mit ungefähr 10 Besichtigungen hatte ich noch vergleichsweise Finderglück: Ausgerechnet in meinem Lieblingsstadtteil Winterhude gab es eine schöne Bürofläche zu mieten. Das Büro war wunderbar geräumig und hell – so dass sich nicht nur meine Mitarbeiter sondern auch unsere Kunden im Showroom wohlfühlen würden. Kurz und gut: Vor der Ausstrahlung der Sendung schafften wir es sogar noch umzuziehen. Puhhhh.

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LIMBERRYs neues Büro in Hamburg Winterhude

Wie bereitet man sich auf Prime-Time-TV vor?

Zurück zu meiner langen To-Do Liste: Ich überlasse wirklich ungern irgendetwas dem Zufall. Vor allem nicht, wenn es um eine Sendung geht, bei der (wenn es gut läuft) über 2 Millionen Menschen vor dem Fernseher sitzen und zuschauen. Daher wollte ich gut vorbereitet sein und die anzugehenden Themen waren:

Ware, Ware, Ware

Im Gegensatz zu vielen anderen Start-Ups aus Die Höhle der Löwen war bei mir eine Kalkulation wirklich tricky: Bei LIMBERRY haben wir nicht nur ein, zwei oder fünf Produkte im Onlineshop, sondern über 1000 (!) und diese von mehr als 20 verschiedenen Trachtendesignern. Wie sollte ich also den nötigen Lagerbestand einschätzen? Ich wollte weder ausverkauft sein noch die jetzt bestellten Dirndl in den nächsten 2 Jahren verkaufen müssen… Eine sehr schwierige Aufgabe, die wir mit genauer Analyse unserer absoluten Bestseller wie den Dirndlblusen, Gottseidank-Dirndl und entsprechenden Hochrechnungen lösten. Ich stockte also unser Produktlager ordentlich auf.

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Echte Partnerarbeit

LIMBERRY ist ein großes Netzwerk von Trachtenmode-Designern, die alle via unseres Onlineshops verkaufen. Da war die Tatsache, dass ich bis zwei Wochen vor der Ausstrahlung niemandem sagen durfte, dass ich bei der Sendung „Die Höhle der Löwen“ dabei bin, eine echte Herausforderung. So gerne wollte ich doch allen Partnern schon die tolle Nachricht erzählen! Doch natürlich wartete ich geduldig ab und informierte dann alle meine Partner über den bevorstehenden Zuschauer- und (hoffentlich) Bestellansturm, von dem alle profitieren würden.

Webseitenoptimierung á la Höhle der Löwen

Gerade im Online-Bereich gab es viel zu klären: Welche Dirndl sollten während der Ausstrahlung auf der Startseite gezeigt werden? Welche Produkte wollten wir hervorheben? Worauf sollten die entsprechenden Banner verlinken? Sollten wir nicht vielleicht in unserem Blog über die Höhle der Löwen berichten? Bringen wir extra einen Newsletter für die Sendung heraus? Sollte es ein besonderes DHDL-Angebot geben? Fragen über Fragen… In intensiven Diskussionen entwickelten wir eine umfassende Kommunikationsstrategie für die Phase vor und direkt nach der Ausstrahlung.

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Ich mit meinen beiden Mitgesellschaftern und Programmierern Dima und Benno zwischen Dirndlblusen im LIMBERRY Büro

Serverleistung: Alles was geht!

Hier gab es einen Haufen Arbeit für meine Programmierer und Mitgesellschafter Benno und Dima: In den Sendungen der letzten Höhle der Löwen-Staffel war von manchen Start-Ups dokumentiert worden, wie viele Klicks sie während der Ausstrahlung hatten – mehrere 100.000 pro Sekunde! Eins war klar: Unsere aktuellen Server würden das niemals aushalten. So verwendeten wir viel Zeit darauf, die beste Serverlösung zu finden und unsere Systeme entsprechend zu optimieren. Ob die Server dem Zuschaueransturm stand gehalten haben, wie viele Besucher wir auf der LIMBERRY-Seite hatten und was wir sonst noch so nach der Ausstrahlung erlebt haben, lest ihr alles im nächsten Blogeintrag.

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