Label Interviews

Londine Interview

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Londine heißt das Luxus-Label des Münchner Designers Karsten Arndt. Mit stylischen und hochwertigen Taschen und Accessoires aus Lachsleder lässt er Frauenträume wahr werden. Im LIMBERRY Interview tauchen wir ein in die Tiefen der edlen Londine Dirndl Taschen und des exklusiven Geschmacks – und das Geheimnis der Londine Münze.

Vom Radiomoderator zum Taschen Hersteller – wie kommt man als Mann auf die Idee ein Damen Taschen Label zu gründen?

Ich bin tatsächlich fast wie die Jungfrau zum Kinde zu den Taschen gekommen. Allerdings sind Lederprodukte nichts komplett neues für mich, da meine Eltern mit Schuhen und Taschen gehandelt haben. Aber auf Londine bin ich über das Material Lachsleder gekommen. Ich habe für ein anderes Projekt nach exotischen Lederarten gesucht und Muster zu Hause liegen gehabt und die Reaktion meiner Freundin hat für sich gesprochen. So habe ich mich ein bisschen näher speziell mit Lachsleder beschäftigt und dann hat sich ganz schnell eins nach dem anderen ergeben.

Wie bist Du auf den Namen Londine gekommen und was bedeutet er?

Mir ist es wichtig, dass alles rund und stimmig ist. Nachdem ich das Lachsleder für mich auserkoren hatte, habe ich nach einem Namen gesucht, der zum Wasser passt. L’ondine ist das französische Wort für Meerjungfrau und die hat ja bekanntlich etwas geheimnisvolles an sich. Das Leder, das wir verwenden, hat auch etwas geheimnisvolles, denn man kann nur bedingt abschätzen, was unter der Wasseroberfläche passiert. Und so hat jede Tasche einen ganz eigenen Weg hinter sich.

Wie bist du auf die Idee gekommen Fischleder zu verwenden und was ist das Besondere an diesem Material?

Wenn man einen Lachs isst, finde ich, dass sich nicht unbedingt der Gedanke aufdrängt, dass man die Haut auch anderweitig hätte verwenden können. Genau diese Reaktion höre ich häufig: viele können sich nicht vorstellen, dass die Haut eines Fisches dermaßen strapazierfähig ist. Das Leder ist aber sogar reißfester als Ziegenleder! Außerdem fasziniert mich, die bei jedem Lederstück anders gewachsene Schuppenstruktur, und die jedes Accessoire zu einem echten Unikat macht. Als weiterer Punkt gefällt mir der ökologische Gedanke: man hat ein echtes Exotenleder, dass seltener als zum Beispiel Python (aber aufgrund des aufwändigen Gerbprozesses ähnlich teuer) ist und für das eben nicht Tiere nur der Haut wegen gezüchtet werden müssen, sondern das aufgrund der Speisefischproduktion eigentlich „übrig“ ist.

Die Aufbereitung von Fischleder ist sehr aufwendig. Magst Du uns bitte erklären, wo das Leder und die Taschen produziert werden und worauf Du insbesondere achtest?

Das Leder für die Wiesntaschen kommt aus Bayern. Ein Problem für meine Taschengröße ist, dass nicht jedes Lederteil groß genug ist, um es verwenden zu können. Im Gegensatz zu Rinderhäuten, wo man aus einigen Quadratmetern einfach ausstanzt, ist hier in der Fertigung ein besonderes handwerkliches Geschick unserer Feintäschner gefragt! Jedes Lederstück muss genau passen und auch die Richtung der Schuppen wird berücksichtigt! Hier wird einem bei der Herstellung jeder einzelnen Tasche bewusst, wie unersetzlich echte Handarbeit ist und dass in der Natur jedes Lebewesen einzigartig ist.

Was hat es mit der Londine Münze auf sich?

Die Vorlage zu der Münze hat eine echte antike Silbermünze geliefert. Diese ist etwa 2.200 Jahre alt und mich fasziniert der Gedanke daran, durch wie viele Hände diese wohl schon gegangen sein mag! Auch hier habe ich etwas gesucht, dessen Weg nicht mehr nachgezeichnet werden kann; ähnlich wie der Weg der Lachse. Und wer weiß: vielleicht hat diese Münze als Zahlungsmittel für orientalische Gewürze ja auch schon die Weltmeere erobert…?

Auch Prominente Damen tragen gerne Deine Wiesn Clutch zum Dirndl. Welche ist Dein Favorit – und warum?

Das stimmt und ich freue mich natürlich immer darüber, dass Stars sich gerne mit meinen Taschen zeigen! Eine Favoritin habe ich hier nicht, aber natürlich schmeichelt es einem, wenn der Star zum Beispiel dafür bekannt ist, bei der Auswahl seiner Mode besonders kritisch zu sein!

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